Die Visitenkarte des Citybus

Mit CityBUS und CityAST verfügt Amstetten über zwei Angebote im öffentlichen Nahverkehr die den Bürgern zur Verfügung stehen. Jedoch ist die Auslastung sehr unterschiedlich unter den Linien und eine höhere Frequenz an Fahrgästen wäre mehr als wünschenswert.


Stadtentwicklungssprecher GR Markus Brandstetter und GR Reinhard Aigner haben sich daher zusammengetan um das Modell CityBUS nach Verbesserungspotenzialen abzuklopfen. Dafür werden zurzeit Gespräche mit CityBus Nutzern aber auch jenen geführt die dem öffentlichen Nahverkehr skeptisch bis ablehnend entgegenstehen. Die Frage die dabei gestellt wird lautet, was müsste passieren damit sie den öffentlichen Nahverkehr nutzen und auf ihr Auto im Innenstadtverkehr verzichten. Am meisten genannt wurden Flexibilität, Service und Preis.


Aufgrund der bisherigen Rückmeldungen entschieden Brandstetter und Aigner das bestehende System sich näher anzusehen. Besonderen Augenmerk legten sie in einem ersten Schritt dabei auf die Wartebereiche der Nutzer, den CityBUS-Haltestellen. „Die Qualität ist eine sehr unterschiedliche. Den meisten baulichen Einrichtungen bei den Haltestellen kennt man die fortgeschrittene Lebensdauer an. Man muss sagen, dass die Haltestellen als Visitenkarte des CityBUS nicht zu einer Fahrt einladen und als Werbung für den öffentlichen Nahverkehr kaum bis gar nicht taugen. Hier gibt es ein großes Potenzial auf den CityBUS aufmerksam zu machen und sollte in einem Gesamtpaket berücksichtigt werden das zur Attraktivierung beiträgt“, betonen Brandstetter und Aigner.


Eine Aufwertung der Haltestellen könnte durch Solarstromgespeiste Handyladestationen sein. Aber auch eine schrittweise Sanierung der Haltestellen mit einem einheitlichen Layout bei Bus und Haltestellen sollte Ziel eines Gesamtpaketes zum Neustart des öffentlichen Nahverkehrs sein.


„Unser Ziel ist klar, mehr Menschen die den CityBUS/CityAST nutzen mit einem attraktiven Paket aus Preis und Leistung. Das bedeutet zu hinterfragen ob die jetzigen Fahrpläne den Bedürfnissen der z.B. im Handel arbeitenden Menschen entspricht oder ob es attraktivere Jahreskartenpreise bedarf. Wir werden uns daher auch bewusst laufende Versuche und Modelle bei anderen Gemeinden ansehen und weiter mit den Bürgern und Experten in Kontakt sein um hier neue Anregungen zu finden. Den jeder weitere zahlende Gast reduziert die Kosten für die Gemeinde“, betonen Aigner und Brandstetter abschließend.