Hausärztesituation in Amstetten

Bedürfnis der BürgerInnen nach medizinischer Versorgung am Wochenende

Seit rund einem Monat gibt es in Amstetten keine medizinische Versorgung durch Amstettner Hausärzte und Ärztinnen, da diese aufgrund des Wegfalles zum verpflichtenden Wochenenddienst in Streik getreten sind. Die Beschwerden und besorgten Meldungen der BürgerInnen über das Bürgertelefon der ÖVP häufen sich.  Für einige älter AmstettnerInen welche einen kranken Partner haben ist es schwierig, wenn diese in akuten Fällen in benachbarte Gemeinden, wie z.b. Aschbach zur Inanspruchnahme einer Hausärztlichen Versorgung fahren müssen.

Amstetten ist die fünftgrößte Stadt in Niederösterreich und hat am Wochenende keine Hausärztliche Versorgung.

Für GR Michael Hofer ist dies ein unhaltbarer Zustand:

„Für mich ist die Situation in Amstetten ein unhaltbarer Zustand, ich verstehe die Ärzteschaft, dass diese auf ihre Situation aufmerksam machen wollen, für mich steht jedoch die Notwendigkeit einer guten Versorgung mit medizinischer Leistungen auch am Wochenende im Vordergrund. Ich würde mir wünschen dass die Ärzte das Streik-Drillerpfeifferl wieder gegen das Stethoskop austauschen.“ und weiter:„Es ist für mich unverständlich, dass die zuständige Amstettner Landesrätin Königsberger-Ludwig in Presse Aussendungen den „guten“ Abschluss zum Bereitschaftsdienst am Wochenende hervorhebt, in ihrer Heimatstadt dies von allen Hausärzten jedoch ganz anders gesehen wird. Ich fordere darum als Gesundheitssprecher der Volkspartei Amstetten, Frau Bürgermeister Puchebner öffentlich dazu auf, rasch eine Lösung mit der zuständigen Landesrätin für die AmstettnerInnen zu erarbeiten. Denn der angedrohte Streik bis Ende September ist untragbar. Durch die SPÖ zuständige Gesundheitslandesrätin und eine SPÖ Mehrheitsbesetzung mit Gewerkschaftsfunktionäre in allen Gremien der NÖ Gebietskrankenkasse ist gerade die SPÖ hier in der politischen Verantwortung für die Amstettner Gesundheitsmisere.“  so die klare Forderung in Richtung SPÖ

Die Einigung über den Bereitschaftsdienst freut uns besonders für die Patientinnen und Patienten in Niederösterreich. Dieser wichtige Schritt ist uns  gemeinsam gelungen", so Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig zur Kurienentscheidung in der NÖ Ärztekammer.
Die Gespräche, zu denen das Land Niederösterreich im Vorfeld eingeladen hat, sind bereits sehr konstruktiv verlaufen. Die nun gefundene Lösung ist eine wichtige Grundlage für eine Neuregelung der Wochenenddienste ab 2020, für die nun ehestmöglich Gespräche aufgenommen werden. „Mit dem bereits erprobten Modell unter Einbindung von Notruf NÖ kann das Land Niederösterreich hier nötigenfalls einen wertvollen Beitrag leisten", so Königsberger-Ludwig

Zitat https://cms.arztnoe.at/cms/beitrag/1027453/246014/