Parknot: Zeitfenster für Lösungen

Foto: Bgm. Hannes Pressl und GR Markus Brandstetter wollen sich gemeinsam für nachhaltige Lösungen rund um die Pendlerparkplätze einsetzen.

107 neue Parkplätze kommen rund um den Bahnhof - ÖVP-Stadtentwicklungssprecher Markus Brandstetter setzte sich lange dafür ein.

Im Zuge der Amstettner Gemeinderatssitzung wurde die temporäre Schaffung von 107 Parkplätzen im Bereich der ehemaligen Zehetnergebäude an der Wienerstraße beschlossen. Damit kann der bereits seit langem herrschende Parkdruck bei den Pendlern etwas abgefedert werden. Gemeinsam errichten nun ÖBB, Land Niederösterreich und die Stadtgemeinde Amstetten ab Herbst diese neuen Stellplätze.

 
Besonders ÖVP Stadtentwicklungssprecher GR Markus Brandstetter zeigt sich erfreut über die neuen Parkplätze. Er hatte im Vorfeld viele Gespräche mit Entscheidungsträgern und Projektpartnern zu diesem Thema. Jedoch verweist Brandstetter auch auf die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit der ÖBB Flächen. Die neuen Parkflächen werden in den kommenden Jahren im Zuge des EUROPAN Projektes für Bauprojekte benötigt.
„Wir haben hier ein Zeitfenster von zwei bis drei Jahren erhalten das wir als Stadt nutzen müssen für Entscheidungen. Wir sind hier gefordert neue Überlegungen anzustellen wie Pendlerverkehr und Parken neu aufgestellt werden können. Die zentrale Überlegung muss heißen wie Pendler mit alternativen Verkehrsmitteln zur Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs, dem Bahnhof Amstetten gebracht werden können. Dazu benötigen wir die Partnerschaft mit den Umlandgemeinden dem Land und den ÖBB um hier neue Chancen zu entwickeln. Dafür werden bereits erste Gespräche geführt“, berichtet Brandstetter.
 
Daher ist auch für Brandstetter ein drittes Parkhaus zurzeit keine Option. Aus seiner Sicht verliert Amstetten dadurch wertvollen Raum in Zentrumslage der für Bauprojekte zur Innenstadtbelebung benötigt wird. Vielmehr sollte hier nach Meinung des ÖVP Mandatars auf Alternativen wie verbesserte Buslinien, Projekten wie Carsharing mit Stellplätzen in den Umlandgemeinden und am Bahnhof gesetzt werden. Jedoch auch der Drahtesel als adäquate Alternative kann mit E-Bike Leihsystemen, absperrbaren Radboxen am Bahnhof und einer Weiterentwicklung des Innerstädtischen sowie Gemeindeübergreifenden Radwegenetzes vorangetrieben werden.

„Wir müssen uns bewusst sein, dass wir Verkehr völlig neu denken müssen. Amstetten darf nicht das Parkhaus der Region werden in das man frühmorgens kommt und spätabends dann wieder Richtung Heimat verlässt. Wir benötigen eine Kombination aus intelligenten Parkraumsystemen, alternativen Verkehrsmitteln und Einkaufsmöglichkeiten die auch verstärkt von den Pendlern genutzt werden können und die Innenstadtbelebung unterstützen. Den Ideen sollte dabei keine Grenze gesetzt sein und hier möchten wir als Volkspartei Amstetten die Diskussion durch die kommenden Gespräche mit den Pendlern, Bürgern sowie Gemeindevertretern Amstettens und des Umlandes vorantreiben“, beschreibt GR Markus Brandstetter die kommenden Arbeitsschritte.